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Bräteln im zeka Zentrum Aarau


Redaktion zeka Stiftung

Alle Jahre wieder findet im Frühsommer bei jeder Witterung das beliebte Bräteln auf dem Pausenplatz statt. Das Angebot ist neuerdings von zwei auf drei Durchführungen erweitert worden, verteilt auf die Wochentage Montag, Dienstag und Donnerstag. Die unterschiedlichen Stundenpläne, Schulreisen, Schnuppertage oder sonstigen Abwesenheiten sind bei der Planung zu berücksichtigen. Denn allen Schülerinnen und Schüler soll die Möglichkeit gegeben werden, mindestens einmal beim Bräteln dabei zu sein. Im Bistro hängt frühzeitig eine Liste für interessierte Mitarbeiter/innen von zeka, die zur Abwechslung ein einfaches Essen von Faust zu schätzen wissen. Bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern sind am Bräteltag eindeutig Aufregung und Vorfreude zu spüren. Die Älteren nehmen es gelassener, aber auch sie geniessen das unkonventionelle Menü mit Grillwürsten, Chips, Brot, dem frisch geschnippelten Gemüse samt Dipp und nicht zu vergessen, den Würzen aus der Plastikflasche: Ketchup, Senf und Mayo! An verschiedenen Tischen werden Fassstationen eingerichtet, um dem plötzlichen Ansturm von Heisshungrigen Stand zu halten.

Nach der Pausenklingel am Mittag zieht es dann gross und klein in dieselbe Richtung, dem Wohlgeruch hinterher zum „Würstelstand“. Mit mehr oder weniger Ordnung entstehen sichtbare Reihen aus mehr oder wenigen geduldigen Schülerinnen und Schülern. Nach kurzer Zeit ist der ganze Pausenplatz übersät mit essenden, plaudernden, lachenden, stehenden, am Boden sitzenden, oder auf Mauerkanten kauernden Menschen. Fliessend geschieht der Übergang ins freie Spiel bei den Jüngeren, die Älteren ziehen sich in Kleingruppen an lauschige Plätze zurück. Allen gemeinsam ist das behagliche Schlecken an der raketengleichen, zweifarbigen „Wasserglacé“ die jedes Mal den kulinarischen Abschluss bildet.

Hinter diesen „Freiluftmittagessen“ steht eine ausgeklügelte und jahrelange erfahrungsreiche Detailplanung. Wurden früher alle Würste über dem offenen Feuer auf dem Internatsgrill draussen geröstet, können diese heute auf dem fahrbaren Gasgrill unter dem Dach gebraten werden – für die Grillenden einerseits ein Gewinn an Zeit und Bequemlichkeit, andererseits ein Verlust an spontaner Handlungsplanung und Abenteuerfeeling bei plötzlicher Wetterverschlechterung. Die Würste, werden vorbestellt, der Grillkäse (Vegetarier), die Chips und das Gemüse werden anhand der Anmeldeliste einige Tage vorher eingekauft, das Brot am Bräteltag. Das Gemüse wird in Zusammenarbeit mit der Hauswirtschaftslehrperson und einigen Schülerinnen Schülern am Morgen in mundgerechte Stücke geschnitten und an einer Quarkdippsauce serviert. Der Hausdienst ist zuständig für das Herrichten und Abräumen der nötigen Infrastruktur. Die wirkliche „Profitörin“ ist an diesem Tag, arbeitstechnisch gesehen, die Spülmaschine – die würde sich vielleicht noch viel mehr Bräteltage wünschen!
 

Text: Marina Taddei, Pflegefachfrau/Sozialpädagogin Tagesstruktur Aarau
Fotos: Luca Ciccone, Zivildienstleistender Tagesstruktur Aarau