zeka, Zentren körperbehinderte Aargau - Navigation

ISO 9001 Zertifikat Zertifiziertes Managementsystem Zewo Zertifikat swiss arbeitgeber award
Kontakt Spenden Suchen Schrift Vergrössern Schrift Verkleinern

News





50 Jahre zeka: jung und alt trifft sich


Redaktion zeka Stiftung

Am 24. November 2016 fand anlässlich des Jubiläums ein weiteres Integrations- und Partizipationsprojekt statt. Es trug den Namen „alt und jung trifft sich“. Die Oberstufe des zeka Zentrum Baden organisierte eine ganz besondere Vernissage. Die Kunstwerke entstanden sogar speziell für die Gastgeber und wurden auf deren Vorlieben hin erarbeitet. „Wir fragten uns, was Sie wohl mögen und kamen zum Schluss, dass Ihnen Jassen und Farben gefallen“, erklärte ein Schüler zu Beginn des Anlasses. Dieser fand im Regionalen Pflegezentrum Baden statt und zog eine beachtliche Anzahl Bewohnerinnen und Bewohner an.

Vor versammeltem Publikum erklärten einige Schüler, wie ihre Kunstwerke zustande kamen. Alain zum Beispiel erklärte zusätzlich zur Technik seines Werkes: „Das Projekt war sehr spannend! Es hat eine schöne Atmosphäre und viel Farbe in die Klasse gebracht und das wollen wir mit Ihnen teilen.“

Die Schülerinnen und Schüler haben an drei verschiedenen Arten von Werken bzw. Techniken gearbeitet. Da waren zum Beispiel die Lochbilder. Als Grundlage verwendeten die Jugendlichen Bilder von alten Jahreskalendern. Mitten im Bild schnitten sie ein Loch bzw. einen Kreis aus, klebten diesen neben das Bild und füllten das Loch wieder mit dem gleichen Ausschnitt, aber selber gezeichnet und gemalt.

Sehr phantasievoll waren auch die Collagen. Da kamen die Farben und die Jasskarten zum Zuge. Grundlage war eine einzige Farbe. Die Collage aber entstand aus ganz vielen, wieder verwendeten Materialen. Diese wurden auf eine Art Pergament geklebt oder sogar aufgenäht. Zum Schluss klebten die Jugendlichen die Jasskarten ins Bild oder an den Bildrahmen.

Die Hobby-und Sportboxen schliesslich stellten selbstredend die Freizeit der Schüler dar. Da trat vor allem Fussball und E-Hockey in Erscheinung – und dies sehr passend in wunderbar drei Dimensionen.

Die Werke hängen nun in der Cafeteria des Pflegezentrums und bringen Farbe in den Raum. Wer weiss, ob künftig vielleicht sogar das eine oder andere Werke im Zimmer eines Bewohners oder einer Bewohnerin hängt. Die Nachfrage jedenfalls war zur eigenen Überraschung des Oberstufen-Teams da!

Nebst der Vernissage stand auch das gegenseitige Treffen im Vordergrund. Bei Kuchen und Getränken kamen „jung und alt“ ins Gespräch. Wie war es früher? Was habt ihr für Hobbies? Was möchtet ihr mal werden? Ein Schüler mit Jahrgang 2000 meinte: „Seit ich auf der Welt bin, hat sich also schon sehr viel verändert!“ Diese Aussage dürfte bei den Gastgebern ein Schmunzeln ausgelöst haben. Oder da war zu hören: „Früher gab es ja noch TipEx.“ „Also das gibt es heute noch und ich brauche es regelmässig,“ entgegnete ein Jugendlicher prompt. Für was die Schüler denn heute so den PC einsetzen, war eine Frage. Die Antwort: Für Präsentationen zum Beispiel oder: „Weil ich meine linke Hand kaum brauchen kann, darf ich viel am PC schreiben, sogar Prüfungen. So bin ich schneller“. Das gegenseitige Interesse war an einigen Tischen sehr gross. An anderen genoss man einfach eine gemeinsame Spielrunde.

Was meinten die Jugendlichen nach diesem aussergewöhnlichen Nachmittags?

  • Es war spannend, mit den älteren Menschen zu sprechen und zu plaudern. Wir konnten mit dem Projekt Freude bereiten. Toll, dass es dieses Projekt gegeben hat.
  • Ich habe vor allem mit einer Person geredet, über Gott und die Welt. Das war super und interessant.
  • Das gemeinsame Spielen mit den älteren Menschen hat mir Spass gemacht. Wir haben viel gelacht.
  • Ich konnte mit diesen älteren Menschen gut über das Rollstuhlfahren reden, wir haben uns bestens verstanden, da viele ältere Menschen auch auf den Rollstuhl angewiesen sind.
  • Die Person, die mit mir geredet hat, wollte viel über den Islam und das Kopftuch erfahren. Das war für mich eine tolle Erfahrung.
  • Das war eine gute Idee, mal ins Altersheim zu gehen. Diese Gelegenheit habe ich nicht so oft.
  • Die ältere Person und ich hatten uns richtig gern. Sie hat mich eingeladen, doch wieder einmal zu kommen.

Alt und jung traf sich! Und beide Seiten schienen einen interessanten und abwechslungsreichen Nachmittag verbracht zu haben, denn eine der letzten Fragen lautete: „Wann kommt ihr wieder?“

Text und Fotos: Petra Bolfing, Leiterin Marketing, PR und Fundraising


Bildergalerie

  • jung triff alt