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"Ich will auch dabei sein!" - frühe Integration von Kleinkindern


Redaktion zeka Stiftung

Im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums organisiert zeka über das ganze Jahr verteilt diverse Integrations- und Partizipationsprojekte. Eines fand am 13. September 2016 statt. Eingeladen waren Fachpersonen aus dem Bezirk Baden und Umgebung, die mit Vorschulkindern in Krabbel- und Spielgruppen sowie in Kitas arbeiten und Kinder mit Behinderungen integrieren oder dies gerne tun würden. Der Einladung folgten rund 30 engagierte Fachfrauen.

Welches sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration? Wo können Schwierigkeiten auftreten? Was wirkt sich positiv aus? Was eher hemmend? Wo und wie kann zeka unterstützen? Anhand von diversen Fallbeispielen beantwortete Nicole von Moos, Teamleiterin Frühbereich Ambulatorien, diese und andere Fragen. Unterstützt wurde sie von weiteren zeka-Mitarbeiterinnen aus der Logopädie und der Heilpädagogischen Früherziehung, die langjährige Erfahrung haben. Da ist beispielsweise ein Zwillingsmädchen. Nennen wir es Mona. Es ist 3 ½ jährig, hat eine starke Körperbehinderung, kann noch nicht selber gehen, braucht viel Hilfe und Unterstützung. Die Heilpädagogische Früherzieherin von zeka rät der Mutter, vor dem Eintritt in die Spielgruppe deren Leiterin mit beiden Zwillingen spontan zu besuchen. Die Leiterin erinnert sich an diese Begegnung: „Die Kinder strahlten sehr viel Positives aus. Ich war von Beginn weg überzeugt, dass ich das schaffe – und zwar alleine. Nachträglich muss ich sagen, dass ich etwas zu euphorisch war.“ Heute sind beide Zwillinge in der Gruppe sehr gut integriert. Die Kinder haben Mona problemlos akzeptiert. Die Spielgruppenleiterin ist dankbar, dass sie zwischendurch die Unterstützung der Früherzieherin hat. Diese erklärt: „Statt zu Hause, fördere ich Mona nun in der Spielgruppe. Damit kann ich meinem Auftrag der Förderung nachkommen und gleichzeitig die Leiterin während rund einer Stunde entlasten.“ Nebst der Förderung kümmert sich zeka beispielsweise auch um Hilfsmittel. So hat Mona in der Spielgruppe nun einen speziellen Tripp Trapp, der ihren Bedürfnissen entspricht und ihr das Sitzen erleichtert.

Leiterinnen haben keinen Förderauftrag

Es ist schnell spürbar, welch grosse Bereitschaft zu einer positiven Integration die Fachfrauen an den Tag legen. Sie scheuen den Mehraufwand nicht. Sie sind sich der grossen Verantwortung bewusst - und haben Fragen. Was ist zu tun, wenn das Kind aufgrund einer Essstörung fast erstickt? Wie sitzt das Kind richtig? Wen kontaktiere ich bei Auffälligkeiten? Wie gehe ich vor, wenn die Eltern nicht kooperieren? Wer springt für den finanziellen Mehraufwand in die Bresche? Bei solchen Fragen kann zeka per Telefon oder während eines Besuchs beraten. Die behinderungsspezifische Förderung liegt ebenfalls in der Verantwortung von zeka. Mehrmals betonen Nicole von Moos und ihre Kolleginnen, dass diese Förderung nicht der Auftrag der Spielgruppen- und KITA-Leiterinnen ist! Ihre Aufgabe liegt in der bestmöglichen Integration sowie in der Betreuung des Kindes.

zeka dankt für das grosse Interesse und ist jederzeit für eine Beratung bereit. Nicole von Moos nimmt Fragen gerne entgegen und sorgt dafür, dass den Kindern, Familien und Fachpersonen das passende Unterstützungsangebot zukommt.

Text und Fotos: Petra Bolfing, Leiterin Marketing, PR und Fundraising