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zeka-Themenabend in Muri: Wie ‚ungefördert‘ dürfen Kinder sein?


22.11.2017

Eltern sind heutzutage hohen gesellschaftlichen Erwartungen und grossen Verunsicherungen ausgesetzt. Was es braucht, dass Eltern entspannt sind und Kinder lebenstüchtig werden, erläuterte am zeka-Themenabend vom 21. November 2017 die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Margrit Stamm. Im anschliessenden Podium diskutierten Fachpersonen aus Forschung, Schule, Therapie und Beratung.  

Wie kommen Kinder mit all den gesellschaftlichen Ansprüchen in unserer Welt klar? Was verpasst ein Kind, wenn es nicht in die Frühförderung oder Therapie geht? Welche Freizeit- und Gruppenangebote muss ein Kind in Anspruch nehmen, damit sich die Eltern nicht vorwerfen müssen, etwas verpasst zu haben? Diese und weitere Fragestellungen wurden am 21. November 2017 am Themenabend von zeka in Muri diskutiert.

„In unserer Kultur ist es üblich geworden, die Kinder nonstop zu fördern und für sie da zu sein“, sagt Frau Prof. Dr. Margrit Stamm. Dass eine solche ‚perfekte‘ Erziehung aber hinderlich sei, wenn es darum geht, dass Kinder zu lebenstüchtigen Mitgliedern unserer Gesellschaft werden, erklärte sie in ihrem Referat. Um aus der Perfektionsspirale herauszukommen, sollen Eltern die Interessen des Kindes fördern, eine positive Autorität aufbauen und die kindliche Autonomie stärken. 

Anschliessend diskutierten auf dem Podium:

  • Prof. Dr. Margrit Stamm (Referentin)
  • Nicole von Moos (Teamleiterin zeka ambulante Therapie- und Beratungsstellen)
  • Peter Wiederkehr (Leiter Jugend-, Ehe- und Familienberatung Muri)
  • Guido Arnet (Schulleiter Villmergen)
  • Eva Häusler (SPD Regionalstelle Wohlen, Aussenstelle Muri)
  • August Schwere (zeka Bereichsleiter Ambulatorien, Moderation)

Im Podiumsgespräch fanden die Thesen von Frau Professor Stamm viel Zuspruch. Es wurde aufgezeigt, wie die vielfältige und gut gemeinte Förderbereitschaft auch zu einem Leistungsdruck führen kann, dem sich Eltern und Schule in unserer Wettbewerbsgesellschaft nicht leicht entziehen können. Kinder sollen Zeit bekommen, die nicht immer zielgerichtet verwertbar sein muss.

zeka bietet mit öffentlichen Veranstaltungen wie dieser eine Plattform zur Information und Diskussion. 


Text und Fotos: Sascha Komenda, Leiterin Marketing, PR und Fundraising


 

Bericht aus Der Freiämter vom 24. November 2017


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Handout von Frau Prof. Dr. Margrit Stamm


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zeka-Themenabend in Muri

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